Nuuksio Nature Reserve

ANKUNFT IN NUUKSIO | MAAHISENKIERROS OBSERVATION DESK | ESPOO


Ankunft in Nuuksio

Wir stehen also am Flughafen Zürich und machen unsere letzten Einkäufe vor dem Flug nach Helsinki. Hauptsächlich Alkohol. Wir lassen uns voll und ganz auf das finnische Juhannusfest (oder schwedisch Midsommar) ein. Gleich vorweg: wir eskalieren natürlich nicht komplett, schliesslich sind wir auch schon alle über dreissig und wir wollen unsere Reise ja auch ein bisschen geniessen. Letztendlich haben wir viel zu viel eingekauft und nehmen sogar noch die eine oder andere Flasche wieder zurück nach Hause. Am Flughafen wartet bereits unser Shuttlebus, der uns nach Nuuksio in unsere Lodge bringt. Dort werden wir die zwei nächsten Nächte verbdingen, bevor wir dann für eine letzte Übernachtung nach Helsinki fahren und am Sonntag wieder abreisen.

Willkommen in Nuuksio und der Haltia Lake Lodge


Unsere Zimmer befinden sich alle im hinteren Gebäude, das wir fast komplett für unsere Gruppe alleine haben. Raphi geht schon mal vor.

Auch hier muss ich auf die Gallerie der Haltia Lake Lodge zurückgreifen. Der Eingangsbereich mit wirklich vielen Details und schöner Gestaltung für ein tolles, nordisches Ambiente. Ich fand es einfach super. 

Unser kleines aber feines Zimmer mit Blick ins Grüne


Es gäbe auch die Möglichkeit, für ungefähr den doppelten Preis pro Nacht, in einem solchen Bungalow zu übernachten. Das Bild habe ich hier nun aus der Gallerie der Haltia Lake Lodge übernommen. Für uns und unsere Gruppe haben die einfachen Doppelzimmer völlig ausgereicht.


...mit vielen Details und herzigen Aufmerksamkeiten


Zimmeraussicht zu fast jeder Tageszeit


Wanderung zum Aussichtspunkt

Nachdem wir am Empfang eine gute Dreiviertelstunde mit Mikka, einem der Staff Members, gesprochen haben. Wollen wir nun die Umgebung erkunden. Mikka empfiehlt uns alles Mögliche an Wanderungen und kleinen Ausflügen, die wir von hier aus machen können. Wir sprechen über Restaurants und unsere (limitierte) Möglichkeiten, irgendwo essen zu gehen und Espoo, wo wir später auch noch hin wollen. Wir entscheiden uns vorerst, zum Aussichtspunkt Maahisenkierros zu wandern. Eine kleine, einfache Wanderung durch die Wälder, die belohnt wird mit einer 1A Aussicht über Wälder und Seen.

Es ist ein unglaublich warmer Tag mit beinahe 30°. Damit rechnen wir absolut nicht. Wir stellen uns auf durchschnittliche 20° und regelmässige Regenschauer ein. Auch die Finnen sind sich solche Temperaturen nicht gewöhnt und man rät uns mehrmals und eindringlich, immer viel Wasser zu trinken. Gerade während der Woche des Juhannusfestes sollen überdurchschnittlich viele Menschen wegen Alkoholkonsum ertrinken.

Wir nehmen einen der vielen Wanderwege in Angriff, die es in diesem Nationalpark gibt. Die Aussichtsplattform Maahisenkierros liegt nur weniger Gehminuten von unserer Lodge entfernt. Es ist ein einfacher Weg, der manchmal über präparierten Kieselsteinboden, manchmal über Holzpfade verläuft.

Die Landschaft hier oben ist schon deutlich anders, als wir sie von unseren Schweizer Wäldern her kennen.

Blick von der Aussichtsplattform über den See, an welchem unsere Lodge liegt und den scheinbar unendlichen Wald drum herum

Obligates Selfie muss auch sein

Kein Abendessen in Espoo

Da wir für heute in der Lodge kein Abendessen mehr buchen konnten und es hier i, Naturpark sonst auch nichts wirklich gibt, entscheiden wir uns, nach Espoo zu fahren und dort essen zu gehen. Wie schon erwähnt ist das nicht ganz einfach, da Espoo einerseits super klein ist und andererseits die Finnen scheinbar kulinarisch nicht ganz so divers aufgestellt sind. Es gibt Kebab, Chinesisch oder irgendwelchen Fast Food. Über Espoo schreibe ich noch etwas mehr auf der Seite City Life. Hier jetzt erstmal weiter mit unserem Abend. 

Es gibt tatsächlich ein recht gut funktionierendes Netzwerk von öffentlichen Verkehrsmitteln hier im Umkreis von Helsinki. So haben wir einen Bus, der jede halbe Stunde fast direkt vor usnerer Lodge nach Espoo fährt. Die Fahrt dauert auch nur eine halbe Stunde. Ich uss ja sagen, das ist ein Teil von Reisen, den ich immer besonders geniesse, weil man hier tatsächlich auch schon mit den Menschen und der Kultur des Landes in Berührung kommt. Man lernt die Umgebung kennen und unterhält sich automatisch auch mit den Menschen, die hier leben. Mir gefällt das sehr. 

Espoo selber besteht mehr oder weniger aus einem Einkaufszentrum. Das wissen wir im Vorfeld bereits, da uns Mikka vorgewarnt hat.

Weg zum Einkaufszentrum. Der Bahnhof von Espoo ist hier noch ansatzweise erkennbar zwischen den Gebäuden, das Einkaufszentrum liegt direkt daneben.


Das Einkaufszentrum "Entresse" ist doch überraschend klein. Es gibt ein grosses Lebensmittelgeschäft, den S-Markt, ein grosses Alkoholgeschäft, den Alko, ein obligates Espressohouse, das Starbucks-Pendent von Skandinavien, ein paar kleine Elektronik- und Reparaturgeschäfte und Fast Food-Stände. 

Was braucht man eigentlich alles für eine authentische vier-Tage-Reise in Südfinnland über Midsommar? Gekauft habe ich übrigens nur den Salmiak-Likör zum probieren. Auf den Branntwein können wir glaube ich verzichten ;)

Wirkliche Restaurants gibt es zumindest im Zentrum nicht und so entscheiden wir uns spontan, im S-Market ein Picknick zu kaufen und dann zurück zur Lodge zu fahren, um dort am See zu essen, was sich als hervorragende Idee herausstellt. 
Wir verbringen also den Abend und die Nacht an unserem See. Da es so lange hell bleibt, vergisst man schon schnell einmal die Zeit.

Unser Platz am See. Perfekt vorbereitet mit Picknick-Tisch am Strand

Sicht über den See vom Ufer aus. Hier ist es schon nach Mitternacht

Die Sonne geht unter, bleibt aber sehr dicht unter dem Horizont zu dieser Jahreszeit. So ist es die ganze Nacht über trotzdem hell.

Unseren Picknick-Plan werden wir am nächsten Abend etwas verbessern. Das Ambiente und die Stimmung sind zwar fantastisch, jedoch haben wir die Mücken nicht mitgedacht. Die meisten von uns werden hemmungslos verstochen an diesem Abend. Das gehört wohl einfach dazu.



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