Flug nach Kirkenes
Nach einer strapaziösen Buchungswoche mit den Hurtigruten können wir uns heute endlich so richtig auf unser Abenteuer freuen. Ich treffe Joya am Flughafen Zürich, wo wir mit einem Zwischenstopp in Oslo nach Kirkenes in Nordnorwegen fliegen werden. Es ist Ende August, also dachte ich, wird es bei unserer Ankunft am Abend um 20:00 noch einigermassen hell sein. Da dachte ich falsch! Sonnenuntergang so hoch im Norden ist bereits um 20:20 und dann fällt die Nacht auch gleich wie ein Vorhang. Dafür geht die Sonne dann schon um 3:40 wieder auf.
Das eigentliche erste Highlight ist bereits unser Flug nach Kirkenes ab Oslo. In Oslo steigen wir in ein winziges Flugzeut ein, kaum grösser als ein Bus. Wir beide kleben an unseren Fenstern. Joya hört ihre Vikinger-Musik, die sie sich in der Vorfreude gesammelt hat und ich bastle schon an meinem ersten Video, das ich vom Flug zusammenschneiden will:
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| Noregen gehört laut Wikipedia zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas. Das kann man sich gut vorstellen. Oft sieht man meilenweit nur Wald und eine kleine Strasse, die hindurch führt, wenn man aus dem Fenster schaut. |
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| Wir nähern uns dem Nordkapp. Bäume sieht man hier kaum noch. Dafür zahlreiche Seen und andere Gewässer |
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| Der ganze Flughafen Kirkenes. Taxis sind Mangelware und ein Hoteltransfer gibt es heute aufgrund der wenigen Besucher nicht. Hier läuft alles noch etwas langsamer. |
Am kleinen Flughafen in Kirkenes warten wir gut eine Stunde auf unser Gepäck während wir sehen, wie die wenigen Taxis, die noch bereitstehen, alle gefüllt werden und wegfahren. Ein Flughafenshuttle zu unserem Hotel gibt es heute nicht. Es hätten sich zu wenige Leute dafür gemeldet. So steigt unsere kleine Sorge um den Transfer zum Hotel minütlich, während wir am Gepäckband stehen. Gleichzeitig sind wir aber auch einfach happy und dankbar, nun hier im hohen Norden zu sein und ein grosses Abenteuer vor uns zu haben. Dann geht alles auf einmal ganz schnell. Unser Gepäck kommt an und wir kriegen das letzte freie Taxi. Wir danken dem Universum und fahren in der Dunkelheit zu unserem zweiten Highlight: dem Snowhotel Kirkenes.
Snowhotel Kirkenes
So ganz im Dunkeln sehen wir noch gar nicht so viel von der ganzen Anlage und wir betreten erst einmal die Rezeption, die sich auch gleichzeitig im Restaurant befindet. Dort weiss man sogar auch schon, wer wir sind und hat uns bereits einen Tisch fürs Abendessen reserviert. Es sind wirklich nicht viele Leute hier.

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| Eingangsbereich gleich neben der Eingangstür. Hinter dem Aquarium befinden sich die Esstische mit Blick hinunter in den Fjord |
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| Nur ein schnelles Foto von unserem Tisch nach der Ankunft. |
Uns wurden vier Gänge serviert, sehr schön präsentiert und auch sehr lecker zubereitet. Wir waren mehr als voll. Ich werde auf der Seite Essen und Trinken mehr darüber schreiben aber eines gleich vorweg: für Vegetarier ist es hier oben nicht all zu einfach.
Nach dem Abendessen wollen wir es uns nicht nehmen lassen und einen Drink in der Eisbar zu genehmigen. Sie befindet sich in dem Teil des Hotels, in welchem auch die Eis-Zimmer sind, also in einer Art riesigem Kühlschrank. Dies ist allgemein eines der Highlights des Hotels und viele Besucher, die hier auch nur zum Essen herkommen, besichtigen die Gänge des Eishotels noch schnell mit. Jedes Jahr werden sie neu angefertigt und mit viel Liebe zum Detail gebaut.
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| Eisbar mit Rentier. Komplett weisse Rentiere sind bedingt durch ihre Seltenheit heilig in der Samikultur |
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| Ich würde sagen diese Skulptur ist mein persönliches Highlight von den Eisskulpturen |
Die Eisbar funktioniert so: es gibt im Wesentlichen nur Shots. Diese werden dann aus Gläsern getrunken, die vollständig aus Eis bestehen. Ist man also mit seinem Shot fertig, kann man das Glas gleich auf der Theke zerschmettern. Man muss einfach aufpassen, dass man nicht auch die Theke mitzerschmettert. Durch den Alkohol wird das Eis recht brüchig, weshalb man auch nicht lange warten sollte mit seinem Shot, denn das Getränk läuft schnell einmal aus. Ich trinke einen hausgemachten Apfel Weinbrandt, einen Moltebeerelikör und einen Aquavit.
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Ganz allgemein wurden viele Sami-Elemente in die Eisskulpturen und die Räumlichkeiten hier eingearbeitet. So auch die Symbole hier im Hintergrund der Eisbar.
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| Hier sind wir mit unseren Getränken |
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| Hoffen wir, dass die Dusche nicht auch aus Eis gemacht ist. |
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| Einblick in eines der Eiszimmer. Hier kann man also auch jetzt schon übernachten. Eine mutige Frau hat dies an diesem Abend sogar gemacht, wie wir am anderen Tag erfahren haben. |
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